London, Großbritannien

Mittwoch, 8. Januar 2014

Mit der Lufthansa geht’s in einem kurzen und unspektakulären Flug nach London. Nach diversen Passkontrollen am Flughafen und der Gepäckausgabe fahren wir zu unserem gemieteten Apartment. Sidney, unser Vermieter, erklärt uns noch ein paar Dinge (nächster Supermarkt, Buslinien ect.) und verabschiedet sich wieder. Kurze Zeit später machen auch wir uns auf den Weg zum Supermarkt, um schon mal ein paar Kleinigkeiten für’s Frühstück, Kaffee und sonstige Lebensmittel zu besorgen. Nachdem wir die Einkäufe zu Hause abgeladen haben geht’s noch in die City. Auf dem Plan steht zunächst der Bahnhof Kings Cross und das Gleis 9 3/4. Harry Potter Fans wissen, was gemeint ist. Leider liegt das Gleis 9 3/4 nicht, wie jeder denken mag, irgendwo zwischen Gleis 9 und Gleis 10 … nein, man findet Gleis 9 3/4 in der Eingangshalle. Es ist kein Gleis an sich – nur eine harmlose Wand mit dem halben Gepäckwagen und einem Free-Fotoservice … naja, die Vermarktung halt …

Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns mit der Tube, wie die Metro hier heißt, auf den Weg zum Leicester Square. Von dort aus laufen wir zum Piccadilly Circus und bestaunen die vielen hellen Leuchtreklamen. Noch ein Stück des Weges liegt der Trafalgar Square vor uns. Das goldene und grüne Leuchten des Big Ben, den wir in der Ferne sehen können, zieht uns magisch an. Also machen wir uns auf den Weg dorthin. Am Big Ben angekommen bestaunen wir die Architektur des etwas schiefen Glockenturms und des Houses of Parliament und laufen daran entlang. Unsere Neugier führt uns weiter am Viktoria Park vorbei. Irgendwann werden wir aber müde und machen uns wieder auf den Heimweg…

Donnerstag, 9. Januar 2014

Heute haben wir einen Termin bei Madame Tussauds. Wir schlendern durch die Hallen mit den Wachsfiguren vieler bekannter Schauspieler, Sänger Politiker ect. Wir gehen durch das Horrorkabinet, werden durch die Geschichte Londons gefahren.

Wir schauen noch eine 4D Annimation der Superhelden Ironman, Wolverine, Spiderman, Hulk und Ms. Marvel. Nach knapp 2 Stunden und mehrere Englische Pfund leichter, da selbstverständlich einige Fotos erstanden werden, sind wir wieder raus.

Gleich um die Ecke ist die Baker Street. Hier lebte und arbeitete in der Hausnummer 221B Sherlock Holmes. Wir schauen uns den Museumsladen im Erdgeschoss an, in dem alle möglichen Devotionalien zu Sherlock Holmes, dem Meisterdetektiv, verkauft werden.

Das Wetter ist heute recht schön, also fahren wir mit der Tube noch nach Notting Hill. Hier spazieren wir den Potobello Road Market – Londons ältesten Straßenmarkt entlang.

Nach einer kleinen Stärkung und einem Zwischenstop „zu Hause“ schlendern wir etwas über die Oxford Street, Londons Shoppingmeile. Hier herrscht ein Riesentrubel – Menschenmassen auf den Gehwegen und auf der Straße reiht sich ein roter Doppeldeckerbus an den nächsten. Am Leicester Square kaufen wir uns dann Tickets für ein Musical am Abend – etwas Kultur muss ja auch sein. Wir entscheiden uns für Monty Python’s „Spamalot“ („Die Ritter der Kokusnuss“). Veranstaltungsort ist „The Playhouse“ an der Themse nahe dem London Eye. Um 8 Uhr abends geht’s dann los. Zwar verstehen wir nicht jedes Wort, aber zu Lachen gibt’s trotzdem genug, vor allem, wenn man den Film kennt…

Freitag, 10. Januar 2014

Für heute war ein Kirchentag geplant. wir starten mit der St. Pauls Cathedral. Wir besichtigen die Kirche – leider dürfen wir nicht fotografieren. Über den Audio Guide erfahren wir viel über die Geschichte der St. Pauls Cathedral. Über mehr als 500 Stufen erklimmen wir auch die Kuppel der Kirche und haben einen wunderbaren Blick über London.

Nach St. Pauls schmeißen wir unsere Planungen über den Haufen und fahren zum Tower, um uns diesen anzusehen und die Krojuwelen der Queen zu bestaunen.

Nach der Tour durch den Tower geht’s dann auch direkt zur Tower Bridge. Hier kann man auch einen kleinen Rundgang durch die Türme der Brücke machen und im Engine Room sehen, wie die Dampfmaschinen arbeiteten, um die Bücke für größere Schiffe zu öffnen. Heute funktioniert das sicherlich alles einfacher und nicht mehr mittels Dampfmaschinen. Die Tower Bridge wird noch ca. 950 Mal pro Jahr geöffnet – leider konnten wir dieses Schauspiel nicht beobachten.

Ziemlich hungrig machen wir uns dann auf den Weg zum Hard Rock Café etwas essen und ich brauch ja noch mein obligatorisches T-Shirt. das war ein langer Tag und wir fahren – alle etwas geschafft, aber gut gesättigt – in unser Apartment.

Samstag, 11. Januar 2014

Da wir nun gestern nicht alle Kirchen geschafft haben, versuchen wir die heute noch zu besichtigen. Wir starten mit der Westminster Abbey. Wir stehen früh auf, um gleich bei Öffnung um 9:30h dort zu sein. Der Andrang ist schon recht groß. wir werden auf einer vorgegebenen Route via Audio Guide durch die Kirche geführt. Aber auch hier ist es leider nicht erlaubt, zu fotografieren. In der Abbey befinden sich sehr viele Gräber bekannter Leute wie Isaac Newton, Charles Darwin, vieler Monarchen Großbritanniens und Poeten wie Shakespeare, Byron oder Keats. Auch Georg Friedrich Händel fand hier in seiner Wahlheimat seine letzte Ruhestädte. Am Ende der Tour können wir noch den Krönungsstuhl – ein etwas in die Jahre gekommener Holzstuhl – sehen.

Nun machen wir uns schnell auf den Weg zum Buckingham Palast, um den Wachwechsel zu sehen. Obwohl wir eine gute halbe Stunde vorher da sind, ist dort schon die Hölle los und es ist kaum möglich, einen guten Platz zu ergattern, von wo aus man eine gute Sicht auf den Wachwechsel hat. Die ganze Prozedur dauert ungefähr eine halbe Stunde. Während dessen marschieren musizierende Regimenter aus verschiedenen Richtungen auf den Vorhof des Buckingham Palast. Die Musik ist für eine solch alte Monarchie erstaunlich modern. Wir hören Stücke aus James Bond, von Guns’n Roses und anderen bekannten Musikern. Als sich die ersten Regimenter auf den Rückweg in ihre Kasernen machen, machen auch wir uns auf den Weg, die noch verbleibenden Kirchen zu besichtigen.

Zunächst geht’s zur Tempel Church – die Kirche der Tempelritter. Trotz anders lautender Informationen aus dem WWW stehen wir hier vor verschlossenen Toren. Offensichtlich finden hier mal wieder Filmaufnahmen statt und deswegen kann man die Kirche gerade nicht besichtigen – schade… Nach einer kurzen Pause in einem nahe gelegenen Starbucks probieren wir es nochmal – leiser wieder ohne Erfolg. Also machen wir uns auf den Weg zur nächsten Kirche – St. Bartholomew The Great. Das ist eine kleine, etwas abseits vom üblichen Touristentrubel gelegene und etwas versteckte Kirche, die Anfang des 12. Jahrhunderts erbaut wurde. Hier sind wir fast unter uns und gegen eine kleine Gebühr von 1 Pfund dürfen wir sogar fotografieren. Der Innenraum ist sehr schlich und dunkel. Die nackten, kalten Steinmauern erinnern an das Alter dieser Kirche.

Da wir alle doch recht hungrig sind, machen wir uns noch auf in die City zum Leicester Square, um die berühmt berüchtigten „Fish&Chips“ zu essen. Anschließend bringen wir Mandy nach Hause, ruhen ein wenig die müden Füße aus und checken schon mal unseren morgigen Rückflug ein. Einige Zeit später machen wir (Alex und ich) uns nochmal auf den Weg in die City, um noch ein paar Nachtaufnahmen zu machen. Big Ben und London Eye haben wir problemlos geschafft. Letzter Programmpunkt ist die Tower Bridge. Dafür machen wir uns auf in Richtung Tube. Leider liegen zwischen unserem aktuellen Standort und der Metrostation ein paar Meter Weg und eine Treppe. Diese Treppe wird der weiteren Fotosession leider zum Verhängniss, denn ich stürze ein paar Stufen abwärts und hab riesige Schmerzen im rechten Fuß. Ein netter Brite fragte mich direkt, ob er mich zur ‚First Aid‘ fahren soll. Ich lehne dankend ab, da ich denke, dass die Verletzung sicher nicht so schlimm ist… einige Augenblicke stehen zwei nette Männer von der Security. Ach sie fragten uns, ob sie einen Notarzt für mich rufen sollen. Auch das verneinte ich. Wir entscheiden, so schnell wie möglich nach Hause zu fahren, damit ich das im Gefrierschrank befindliche Eis auf meinen schmerzenden Fuß packen kann. Ich wollte den Sonntag abwarten, um dann zu entscheiden, ob ich wirklich zum Notarzt muss oder nicht.

Am nächsten Morgen geht’s ziemlich früh in Richtung Flughafen – für mich humpelnder Weise. Da die Schmerzen nicht mehr so riesig sind, spar ich mir den Notarzt. Mein Orthopäde hat dann letzten Dienstag einen Bänderriss diagnostiziert, der nun erst mal verheilen muss :0(

 

 

 

 

6 Antworten zu London, Großbritannien

  1. gisela ruff sagt:

    Sehr schöner Reisebericht und schöne Fotos, als wenn man dabei gewesen wäre. Gute Besserung für Deinen Fuß!

  2. Mama sagt:

    Deine Reiseberichte sind einfach klasse, es entsteht ein Gefühl als ob man es miterlebt. Ich hoffe dein Fuß heilt schnell wieder.
    Gute Besserung!

  3. Martin sagt:

    Schöner Bericht und tolle Fotos. Verena ist sicher auf die Begegnung mit Wolverine neidisch.
    Ich weiß nicht, ob ich es dir schon gesagt hab, aber auch von mir nochmal gute Besserung!

    • Silvana Hartwich sagt:

      Danke, aber ich denk in echt sieht er besser aus 😉 und Danke für die Genesungswünsche – das wird schon wieder werden ;0)

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